• Olivia Grove

Rezension: »Die juten Sitten - Kaiserwetter in der Gosse« von Anna Basener



《 R E Z I 》 »Die juten Sitten - Kaiserwetter in der Gosse« von Anna Basener 》»Lust, Prunk und Schmutz – willkommen im verruchtesten Bordell der deutschen Kaiserzeit! Berlin 1935« VÖ: 21. Juni 2021 ▪ ▪

Eine außergewöhnliche Story mit Sogwirkung – raw & direkt


Die Autorin hat es auf zauberhafte Weise geschafft, mich als Leserin, mit der mutigen und turbulenten Story der Hauptprotagonistin Minna, in ihren Bann zu ziehen. Ein absolut fantastischer Schreibstil, der auf Anhieb überzeugt, und Minna mit ihrem vulgären Berliner Dialekt haben mich begeistert. Anna Basener schreibt sehr rau und authentisch, dabei verwendet sie viele Bilder und grandiose Vergleiche. Sie ist eine gute Beobachterin des Geschehens und gibt dieses auf sehr lebendige Weise wieder.

Der Roman brilliert durch Präsenz, Facettenreichtum der Charaktere und einen spannenden Einblick nach Berlin am Ende des 19. Jahrhunderts.

Vom Fabrikmädchen zur Dirne, um der Armut zu entkommen? Raus aus der Gosse, ran an die Edelmänner, heißt es für die zielstrebige Minna. Sie ist so stark und selbstbewusst, ein richtiger Girl Boss und schlittert nahezu in eine Orgie im Jagdschloss Grunewald.

Dieses Buch ist unfassbar ehrlich und es entwickelt einen regelrechten Sog.

Dennoch hat mir für eine brillierende 5 Sterne-Bewertung eine Prise Warmherzigkeit gefehlt und für meinen Geschmack hätte es gern mehr verruchte und sexy Einblicke sowie Tiefgründigkeit in die Arbeit der Damen geben können. Aber auch in die nicht ganz so charmanten Männer, das raue, derbe Berlin mitsamt ihrer zerstörten Persönlichkeiten habe ich vermisst.

Den ersten Band „Die juten Sitten – Goldene Zwanziger. Dreckige Wahrheiten“ habe ich nicht gelesen und bin dennoch wunderbar zurechtgekommen mit der Story.

Von mir gibt es 4 goldene Sterne für ein großartiges Lesevergnügen.

⭐⭐⭐⭐

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кℓαρρєηтєχт:

//Sex und Lust, Prunk und Schmutz – willkommen im verruchtesten Bordell der deutschen Kaiserzeit! Berlin, 1935: Schweren Herzens schließt Minna ihr geliebtes Bordell »Ritze«, um in Frankreich ein neues Leben zu beginnen. Auf der Zugfahrt nach Nizza erzählt sie dem jungen Stricher Emil und ihrem alten Konkurrenten Gustav, wie alles begann – damals zur Kaiserzeit: Wie sie es von der mittellosen Arbeiterin zur Lieblingsdirne eines Herzogs brachte, sich Hals über Kopf in den Zeremonienmeister des Kaisers verliebte und schließlich ihr eigenes Bordell eröffnete. Und wie eine Orgie im Jagdschloss Grunewald zu einem Duell mit verheerenden Folgen führte ... Der dekadente Glanz der Jahrhundertwende – der Roman zum erfolgreichen Audible-Hörspiel//


 

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