• Olivia Grove

Rezension: "Dodoland – Uns geht’s zu gut!" von Martin Limbeck

《 R E Z I 》


"Dodoland – Uns geht’s zu gut!" von Martin Limbeck

"Warum wir alle wieder mehr leisten müssen - Ein Weckruf für Gesellschaft und Wirtschaft!"


VÖ: 23. Mai 2022, Ariston Verlag (Penguin Random House Verlagsgruppe, München)

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Kluger, unterhaltsamer gesellschaftspolitischer Wachrüttler – Must-read für wirklich jeden!


"Ich sehe ein Land in der Hängematte. Erschöpft vom Wohlstand. Satt, gelangweilt, stumpf, übergewichtig, chronisch krank, vor sich hintrottelnd. Dem Schicksal hingeben, ziellos, willenlos, kein Kampfgeist, keine Freude am Wettbewerb, ängstlich. [...] Wir sind Made im Speck statt »made in Germany«." (S. 105)

Dodoland? Wirtschaftlich ähneln wir flugunfähigen Dodos, so der Autor, denn wir Deutsche sind ganz schön bequem geworden. Vor allem die jungen Menschen von heute wissen nicht, was es bedeutet, ans Limit zu gehen, aus eigener Kraft unabhängig zu sein – weil sie es nirgends um sich herum erleben.


Aufgewachsen in einem Wohnwagen – heute ist Martin Limbeck Eigentümer mehrerer Unternehmen, renommierter Business-Speaker, Verkaufsexperte auf internationaler Ebene und Millionär.

Außerdem ist er polarisierend, provozierend und motivierend. Genauso wie sein Buch. Endlich Klartext! Dieses Werk wird mit Sicherheit kontrovers diskutiert werden und ich kann es kaum erwarten, hautnah dabei zu sein. Das wird ein Fest!

Ihr kennt mich mittlerweile so gut: wenn ich von etwas überzeugt bin, dann brenne ich vor Begeisterung. So auch hier.


Martin Limbeck schießt mit seinem scharfzüngigen Humor und bissigen Wortwitz spitze Pfeile auf unsere heutige Gesellschaft und Aspekte wie bspw. das "bedingungslose Grundeinkommen", Schul-, Gesundheits-, Rentensystem sowie die Politik. Dabei offenbart er uns schwindelerregende Wahrheiten, die erschreckend und faszinierend zugleich sind. Mich haben sein genauer Blick auf die momentane Entwicklung und die nachwachsende Generation begeistert, der diese manchmal regelrecht zu sezieren scheint. Gleichzeitig glänzt er mit seiner unbeirrbaren Menschenfreundlichkeit und Empathie.


Beim Lesen hatte ich das Gefühl, dass ich einen inspirierenden Plausch mit dem Mastermind und Game-Changer höchstpersönlich halte. Dabei lässt er uns Seite um Seite von seiner unternehmerischen Lebenserfahrung profitieren, gespickt mit einer Mixtur aus Ratschlägen, Witz und einem heftigen Tritt in den Hintern. Allerdings darf man sich keinesfalls nur davon berieseln lassen – man muss zum Umdenken und in die Umsetzung kommen.


"Ändert sich der Trend, ändern wir uns mit. Wir sind anpassungsfähig wie ein Zäpfchen. [...] Wer wirklich was reißt, macht sich von Trends unabhängig. Oder ironisiert sie wenigstens." (S. 87)

Besonders bemerkenswert empfand ich persönlich die klugen, gut recherchierten Daten und Fakten sowie die Erfahrungsberichte zu Themen wie bspw.: Auswandern, unternehmerische Leidenschaft, Unternehmensverschuldung, Pro-Kopf-Verschuldung, Bildungssystem, Banken, "Helikopter-Eltern", der Sinnsuche im Leben, dem Digitalisierungsrückstand Deutschlands, der chinesischen Politik, dem „Leveragen“ in der Start-up-Szene, der Strompolitik und Elektroautos.


Jetzt mal unternehmerisch gedacht: Wenn ich will, dass die Autofahrer auf Strom umsteigen, dann mach ich doch den Strom nicht künstlich teuer!“ (S. 137)

Wir erfahren u. a., dass es in Deutschland mittlerweile mehr Studenten als Azubis gibt, wobei das Abitur längst nichts mehr wert ist, weil es alle bekommen und selbst "Dodos" mit Hochschulabschluss manchmal nicht wissen, was der Dreisatz ist. Außerdem klärt Limbeck auf, dass immer mehr Unternehmen hoch verschuldet nur noch deswegen existieren, weil sie immer mehr frische und billige Kredite nachladen. Diese "Zombie-Unternehmen" würden bei steigenden Zinsen sofort pleitegehen.


„Dodoland“ ist für mich ein erstklassiges Highlight, ein wahrhaftiger gesellschaftspolitischer Wachrüttler für jeden unabhängigen Denker, Infragesteller und Vorwärtsbringer.


"Und wenn du die Krone nie auf dem Kopf hattest, weißt du eben nicht, ob sie dir passt." (S. 25)

⭐⭐⭐⭐⭐


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кℓαρρєηтєχт:


//Sei kein Dodo, lern fliegen!

Wir sind ganz schön bequem geworden. Wirtschaftlich ähneln wir flugunfähigen Dodos. Wir sind lieber Gehaltsempfänger als Unternehmer. Optimieren lieber unsere Freizeit als unsere Arbeit. Und unseren Kindern ermöglichen wir einen von Fleiß befreiten Start ins Leben. Kein Wunder, dass unsere Wirtschaftsleistung und unser Wohlstand stetig zurückgehen. Schuld daran sind übrigens nicht »die anderen« oder »die da oben«, sondern wir selbst. Uns geht‘s zu gut!

Martin Limbeck lamentiert nicht, er packt an! Ehrlich und direkt zeigt uns der Selfmade-Unternehmer, wie wir das Fliegen wieder lernen: mit Ausdauer und Selbstdisziplin sowie einer Frischzellenkur in unternehmerischem Denken. Limbecks Erfolgsformel: Wir brauchen eine neue gesellschaftliche Leistungskultur. Nur mit ihr begründen wir den Wohlstand von morgen.


»Mit Dodoland hat Martin Limbeck eine Streitschrift zur Lage in unserem Land vorgelegt: teilweise polemisch, aber auch klug beobachtet und mutig formuliert. Ein lesenswerter Wachrüttler, der viele Denkanstöße gibt.« Prof. Dr. Marco Schmäh, ESB Business School Reutlingen

»So kenne ich Martin Limbeck. Er spricht die Punkte, die ihn an unserer Gesellschaft stören, genauso direkt an wie die Verbesserungspotenziale der Teilnehmer bei seinen Vorträgen und Trainings. Ihn treibt - wie auch mich - die Sorge, dass wir unsere agile, mittelständisch geprägte Wirtschaft durch mangelnden Gründergeist und sich einschleichende Selbstzufriedenheit aufs Spiel setzen.« Ingrid Hofmann, Geschäftsführende Alleingesellschafterin der I.K. Hofmann GmbH

»Einer strengt sich an, erzielt ein gutes Ergebnis, aber Menschen in seinem Umfeld freut das gar nicht. Sie signalisieren ihm deutlich, dass sie ihm den Erfolg nicht gönnen. So kann es nicht weitergehen.« Gerrit Egg, Geschäftsführer, WISAG Produktionsservice GmbH

»Als Unternehmerin finde ich wichtig, dass Martin Limbeck den Wirtschaftsstandort Deutschland auf seine Zukunftsfähigkeit hin untersucht. Unser Land lebt vom wirtschaftlichen Mittelstand. Es ist unser aller Zukunft, die es anzupacken und zu gestalten gilt. Was wir weniger brauchen, sind Dodos!« Valerie Bures-Bönström, CEO von VAHA//


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//Martin Limbeck – DAS WILL ICH

Ich will die Stimme der unternehmerisch Denkenden in diesem Land wieder laut und deutlich hören! Das Richtige, das Notwendige, das Unangenehme das kurzfristig Schmerzhafte sagen und tun, damit es langfristig wieder für alle besser wird.

Wir brauchen wieder eine neue Leistungskultur! Erst wenn wir die haben, wird Leistung wieder belohnt und nicht bestraft werden. Erst dann werden die Nettozahler wieder wertgeschätzt werden. Erst dann werden sie wieder mehr werden. Erst dann wird es wieder aufwärts gehen. Erst dann werden die Leistungsträger im Ausland wieder zurückkommen. Erst dann lohnt es sich wieder, so bekloppt zu sein wie ich und so viel zu leisten. Ich will, dass sich Leistung wieder lohnt. Ich will nicht, dass wir alle mehr arbeiten, mehr leisten und dadurch der Staat noch fetter und die Eingriffe des Staats in unser Leben noch absurder werden! Ich wünsche mir in einem Land zu leben, wo sich trotz Pro und Kontra-Meinungen alle gegenseitig respektieren und miteinander diskutieren, um eine gangbare Lösung zu finden. Sonst sind wir kein freies und pluralistisches Land mehr.//


 

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