• Olivia Grove

Rezension: "Rosarotes Glück" von Susan Sideropoulos



《《 R E Z E N S 1 O N 》》


"Rosarotes Glück: Setz doch mal die rosarote Brille auf!" von Susan Sideropoulos VÖ: 02.03.2021 ▪ |Die Quote ist in unserer Branche der Todesstoß jeglicher Begeisterung und Euphorie. Oftmals hatte ich das Gefühl, als würde man vor und nach der Quote von zwei unterschiedlichen Formaten sprechen. Als hätten die Formate plötzlich an Inhalt und Qualität verloren. Das gleiche gilt für die Presse. Vor der Ausstrahlung wird etwas in den Himmel gelobt - und nach der Ausstrahlung ist auf einmal vom "Flop des Jahres" die Rede.| Zitat ▪ ▪

Autobiografischer Optimismus - keine "Lebenshilfe"

"Rosarotes Glück" ist ganz klar kein Ratgeber und wird folgerichtig unter "Biografien & Erinnerungen" verortet.

Das Buch ist wunderschön gestaltet mit privaten Fotos, nett anzusehenden Sprüchen und ganz viel Rosa und Glitzer. Dank Susans unterhaltsamen Schreibstil ist das Lesen sehr angenehm und geht recht flott. Sprachlich gesehen ist es nicht herausragend, aber das muss es auch gar nicht, da die leicht verständliche Sprache hier sehr gut passt. Ihre Idee und der Gedanke, die rosarote Brille ganz bewusst aufzusetzen, hat mich berührt und ich wollte das Buch unbedingt lesen.

Die Kritik der Autorin an der Presse und den Medien hat mich sehr angesprochen, da oftmals eine ausschlaggebende Schlagzeile einfach nur noch kopiert wird und kein Journalist etwas tatsächlich hinterfragt oder noch einmal selbst recherchiert.


Susans Buch ist hauptsächlich autobiografisch gehalten, da sie überwiegend über ihre persönlichen Erfahrungen berichtet, als dass es tatsächlich ein Ratgeber bzw. Lebenshilfe mit Tipps für den Alltag ist. Sie schreibt über ihr Leben, ihren Job, ihre Berufung und ihre Träume. Man spürt, dass sie - seit ihrer Kindheit - eine privilegierte Perspektive lebt und sie mit einem stabilen sozialen und mentalen Umfeld gesegnet ist. Eine Frau aus einer typischen, mittelständischen Familie kann sich wohl eher weniger mit ihren Erfahrungen und ihren teilweise unvereinbar zu scheinenden Ansichten identifizieren.

Leider kratzen die im Buch vertretenen Denkanstöße und Weisheiten nur an der Oberfläche, ohne weiterführenden Tiefgang. Ich denke, da gibt es Potential nach oben.

Leicht irritiert haben mich ihre Zwischenzitate: „Jakob sagt immer“, als sei ihr Mann ihr Über-Mentor und alles was er sagt, ist unübertrefflich. Ebenso kritisch empfand ich die Erwähnungen und Empfehlungen anderer Autoren und Coaches, auf die sie sich beruft.

Inhaltlich konnte mich das Buch nicht ganz überzeugen, dennoch sprüht Susans Werk voller Optimismus, Lebensfreude und »positive vibes«.

Es hat Spaß gemacht, ihrer Geschichte zu folgen, aber es ist tatsächlich keine Lebenshilfe. Ich wage zu vermuten, dass das Buch als ihr vermeintlich perfekter Startschuss für ihr künftiges Coaching-Dasein zu sehen ist.


Für "Rosarotes Glück" vergebe ich 3,5 ⭐.


⭐⭐⭐

▪ ▪ кℓαρρєηтєχт:

//Setz doch mal die rosarote Brille auf! Das ist das Lebensmotto der beliebten Schauspielerin und Moderatorin Susan Sideropoulos. In ihrem Leben hatte sie allerdings schon oft den Satz gehört: Setz doch mal die rosarote Brille ab! Aber sie trägt die rosarote Brille ganz bewusst. Denn eine Sache hat Susan verstanden: Die Welt ist nicht so wie sie ist, sie ist so wie wir sind. Das bedeutet, wir können exakt die gleiche Situation erleben und in zwei unterschiedlichen Stimmungen sein und dadurch zwei komplett unterschiedliche Erfahrungen machen. In zauberhaftem Plauderton, herzlich, aufrichtig, nahbar, nimmt Susan uns deshalb mit auf ihre Lebensreise und zeigt uns, wie viel besser es sich mit einer rosaroten Sicht auf die Dinge leben lässt. Ein Buch, das du lieben wirst - und das deine Welt ein bisschen mehr rosarot macht!//