• Olivia Grove

Rezension: "The Upper World – Ein Hauch Zukunft" von Femi Fadugba

Wenn DU die Chance hättest, die Zukunft zu verändern, würdest du sie ergreifen?

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《 R E Z I 》


"The Upper World – Ein Hauch Zukunft" von Femi Fadugba

CBJ Jugendbuch, München 2021 • 416 Seiten • Aus dem Englischen von Alexandra Ernst

VÖ: 27. September 2021

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Eine lesenswerte nerdy Coming-of-Age-Zeitreisen-Story


The Upper World? Was ist die obere Welt? Schamanisch betrachtet ist die Oberwelt der Ort, an dem man seinen geistigen Lehrer findet und verborgene Weisheiten erforscht. Weniger spirituell geht es im Buch zu. Eher quantenphysisch.

Direkt auf den ersten Seiten hat mich die gleiche erfrischende Neugier gepackt, die mich durch Träume treibt: keine Panik, nicht wegrennen, sondern mit Anlauf hineinstürzen. Es geht um Esso, einem schwarzen Teenager in Londons Süden, der nicht nur in einen Bandenkrieg stolpert, sondern ein Autounfall ihm auch noch plötzlich Visionen von einer Welt zwischen Vergangenheit und Zukunft beschert.


"Meine Kollegen behaupten, dass ich Wissenschaft mit Voodoo vermische, aber ich glaube, dass jeder von uns Verborgene Energie spüren kann. Sie umgibt uns, fließt an uns vorbei, durch uns hindurch." (Seite 326)

Man spürt, dass in dem Buch persönliche Erfahrungen des Autors eine tragende Rolle spielen, dennoch konnten mich die wissenschaftlichen Erklärungen nicht gänzlich packen. Ich bin hin- und hergerissen. Die anregend-geistreiche Grundidee und der rhythmisch-bemerkenswerte Schreibstil wird leider durch eine nicht immer nachvollziehbare Storyline, blassen Charakteren und gefühlt seitenweise Physiktheorien ausgebremst.

Wie der Autor selbst sagt, benötigt die mathematische, unsichtbare Welt der Physik Metaphern, um das Abstrakte zu beschreiben, damit wir es verstehen. Tatsächlich verleiht Femi Fadugba nicht nur der Quantenphysik oder Zeitreisen eine realistische Darstellung, sondern auch der Jugendkultur, die er dank authentischer Gedanken, Empfindungen und nicht zuletzt dem typischen Slang greifbar gestaltet. Dennoch haben mich die Protagonisten Esso und Rhia nicht wirklich berührt, ich konnte keine Verbindung zu ihnen aufbauen.


"Wann immer sich dein Wissenshorizont erweitert, erweitert sich auch die Mauer aus Unwissen, die ihn umgibt." (Seite 399)

Leser, die grundsätzlich schon von Atomen, Energie, Relativität und Co. fasziniert sind, werden das Buch lieben. Allen anderen ist meiner Meinung nach ebenso ein interessantes Leservergnügen vergönnt. Auch wenn es mir manchmal etwas zu viel Wissenschaft war, freue ich mich auf die Netflix-Verfilmung.

Der letzte Funke ist bei mir nicht ganz übergesprungen, da es mich persönlich nicht komplett abholen konnte. Doch auch ohne sensationellem Wow-Effekt ist dieser Jugendroman lesenswert und bekommt von mir wohlwollende vier Sterne.


⭐⭐⭐⭐


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кℓαρρєηтєχт:


//Esso, ein afrikanischstämmiger Teenager aus dem Süden Londons, gehört zwar keiner Gang an, doch er ist zur falschen Zeit am falschen Ort. Weil er zugesehen hat, wie ein berüchtigtes Gangmitglied zusammengeschlagen wurde, muss er um sein Leben fürchten. Als er vor ein Auto läuft und bewusstlos wird, entdeckt er, dass er Zugang zu einer anderen Welt hat – er kann dort Szenen seines zukünftigen Lebens sehen. Und etwas, was er unbedingt verhindern möchte.

Im Jahr 2035 kämpft Rhia mit anderen Problemen: Sie ist ohne Eltern aufgewachsen, ihr Fußballtalent ist die einzige Chance auf eine bessere Zukunft. Da bekommt sie einen neuen Schultutor: Esso. Niemand weiß, wo er herkommt, doch er trägt ein Bild von Rhias Mutter bei sich. Und er erzählt ihr, dass er ihre Hilfe braucht: Rhia ist seine einzige Hoffnung, sein Leben zu retten, das seiner Freunde und das seiner großen Liebe Nadia …//


 

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