• Olivia Grove

Rezension: "Verzweiflungstaten" von Megan Nolan



《 R E Z I 》


"Verzweiflungstaten" von Megan Nolan VÖ: 16. August 2021 ▪ Eine brillant geschriebene, emotionale Achterbahnfahrt in die Abwärtsspirale einer obsessiven Liebe


Ein magnetisches Debüt? Und was für eins! Diese unglaublich intensive Lektüre hat mich tatsächlich direkt in die höchst emotionale Story reingezogen und nicht mehr losgelassen. Zutiefst berührend und eindrücklich. Selbst in Lesepausen musste ich über das zuvor Gelesene reflektieren. "Verzweiflungstaten" ist ein hinreißend intelligent geschriebener Roman über eine zerstörerische Liebe - geradezu hemmungslos selbstreflektiv, abgründig und spannend noch dazu.

Beim Lesen hatte ich oft das Gefühl, Teile von mir selbst in diesem modernen Buch gespiegelt zu bekommen. Ich denke, viele Mädchen würden von dieser authentischen Lektüre profitieren. Jene Menschen, die noch nicht selbst mit diesem Themenspektrum in Berührung gekommen sind, werden besser verstehen, warum Opfer nicht einfach weggehen oder „einfach nein sagen“ können.


"Ich selbst habe meinen Körper wegen seiner ständigen Schwankungen immer nur als zutiefst verstörend empfunden, als veränderliches, widerspenstiges Ding, das im Prinzip nichts mit mir zu tun hat, mich überhaupt nichts angeht." Zitat

Viele junge Mädchen und Frauen kämpfen tagtäglich mit Selbstzweifeln wegen ihres vermeintlich unperfekten Körpers. Und dies ist nur ein Thema, das die Autorin aufgreift.

Ich hatte das Gefühl, eine Autofiktion über Megan Nolan selbst zu lesen, in Form von Tagebucheinträgen. Sie beschreibt das Leben einer jungen Frau, das geprägt ist von zutiefst selbstzerstörerischen, selbstverletzenden Charakteristika, einem Mangel an Selbstwert, verzerrter Körperwahrnehmung und emotionaler Abhängigkeit.

Die Beziehung zu Ciaran offenbart ein diffuses Wechselspiel aus Nähe und Distanz. Sein unterkühltes und respektloses Verhalten - aber auch ihre unreflektierte verletzliche Art - stürzen sie in tiefe Traurigkeit, Selbstzweifel und weiter in ihre massive Alkoholsucht. Sie denkt, dass sie nur genug ist, wenn er sie als genug ansieht. Sie füllt ihr Leben komplett mit ihm auf, denn alles, was sie fortan tut und denkt, ist für ihn - absolut aufopferungsvoll und selbstzerstörerisch.

"Verzweiflungstaten" ist ein wunderschön nuanciertes Buch, das mutig brisante Themen junger Erwachsener aufgreift. Absolutes Lese-Highlight! Ich kann es kaum erwarten, was Nolan als nächstes schreibt.

⭐⭐⭐⭐⭐


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//In ihrem magnetischen Debut erzählt Megan Nolan die Geschichte einer unmöglichen Liebe: Die Ich-Erzählerin, eine junge Frau, trifft in Dublin in einer Galerie Ciaran, „den schönsten Mann der Welt", und verliebt sich Hals über Kopf in ihn. Sie haben eine kurze, intensive Beziehung, dann bleibt sie allein zurück, schwankend zwischen Unabhängigkeit und dem Wunsch, begehrt zu werden, auch wenn sie instinktiv spürt, dass Ciaran nicht gut für sie ist. Eine aufrichtige Selbstbeobachtung, die Geschichte eines weiblichen Begehrens, das sich hinwegsetzt über die eigenen Bedürfnisse – verletzlich und hypnotisch – von einer der aufregendsten neuen Stimmen der Literatur.

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„Ein riesiges Talent - und eine Liebesgeschichte wie keine zweite.“ Karl Ove Knausgard „Hypnotisch von der ersten Seite an.“ Publishers Weekly „Das eindrückliche Porträt einer Beziehung, die ins Toxische übergeht, und die Erkundung von Erwachsenwerden, Verlorensein und Exzess, einem tieferen Gefühl, mit der Welt nicht in Einklang zu sein.“ The Guardian „Eine aufregende neue Autorin, intelligent und mutig erzählt.“ The Sunday Times „Die Geschichte einer obsessiven Liebe. Es beschreibt so gut, wie sich das anfühlt, sich zu verlieben, und dann auch diese ganz andere Seite, die Angst, das Hadern, die Selbstzweifel – ein starkes Debüt.“ David Nicholls "Das großartige Porträt einer jungen Frau, die im Namen ihres eigenen Begehrens nicht gut zu sich ist. Entwaffnend, wie sehr man sich mit ihr identifiziert.“ Stylist „Nolans direkte und eindrückliche Art zu schreiben schimmert unvergleichlich… sie schreibt über eine obsessive Liebe und entzaubert deren fatale Anziehung.“ The New York Times Book Review//