• Olivia Grove

Rezension: "Von Kopf bis Fuß" von Jana Huhn

《 R E Z I 》

"Von Kopf bis Fuß – Weil man manchmal erst Umwege gehen muss, um bei sich selber anzukommen" von Jana Huhn VÖ: 16. Mai 2022, Diana Verlag

• •







Zauberhaft feinsinnig & berührend

"Denn was nützt ein Leben für Instagram, wenn dein eigenes dadurch im Chaos versinkt?" (S. 83)

Berührend und eindringlich schreibt Jana offen und ehrlich über ihren Lebensweg, ihre Hochsensibilität, Selbstliebe, Beziehungen (zu sich selbst, Männern, Freundschaften, ihren Eltern), innerer Heilung, den Schattenseiten von Social Media und ihrer Therapie.

"Denn in dem Moment, in dem wir wieder anfangen, wahllos über das Leben eines anderen Menschen zu urteilen, urteilen wir eigentlich mehr über unser eigenes." (S. 70)

Absolut intensiv erzählt sie, wie sie während ihres großen Instagram-Erfolges wahnsinnig müde von der App geworden ist und den Blick dafür verlor, was eigentlich im Leben wichtig ist. Man selbst sei "eine Leuchtreklame, die unablässig blinkt: Schau mich an! Beachte mich!" (S. 80)


"Es ist erschreckend, wie viel Macht diese App über einen besitzen kann, auch wenn man denkt, dass es nicht so ist." (S. 81)

Sie erkannte, dass sie sich nicht verbiegen musste und dass es "vollkommen egal ist, wie viel du postest. Nicht die Masse macht es, sondern die Klasse. Und das Herzblut, das darin steckt." (S. 84)

Schlussendlich war der Preis, den sie für den Insta-Erfolg bezahlte, viel zu hoch, um all das auf Dauer zu halten.


"Ich produzierte mich selber krank, und irgendwann erkannte ich, dass ich den falschen Menschen mit den falschen Einstellungen zum Leben folgte." (S. 82)

"Von Kopf bis Fuß" ist ein hinreißend warmherziges Buch, das mit einer glühenden Tiefgründigkeit glänzt.

⭐⭐⭐⭐⭐


• • •

кℓαρρєηтєχт:


//Jana Huhn ist eine der erfolgreichsten deutschen Instagrammerinnen (@vonkopfbisfuss_). In ihrem Buch stellt sie sich radikal offen die Fragen, die uns alle beschäftigen: Bin ich glücklich, und mit wem will ich glücklich sein? Wofür brenne ich? Wie führe ich das Leben, das ich führen will? Sie erzählt von ihren persönlichen Wendepunkten, von einer toxischen Beziehung, von der Mutterschaft, die sie vollkommen neu mit ihrem Körper konfrontierte, und von ihrer Reise zur Selbstliebe. Einfühlsam gibt sie mit ihrer Geschichte allen Leser*innen mit auf den Weg: Es ist in Ordnung, ganz man selbst zu sein, von Kopf bis Fuß und mit allen Ecken und Kanten.//