• Olivia Grove

Rezension: "Weck mich auf!" von Marina Paunovic



《《 R E Z E N S 1 O N 》》

"Weck mich auf!" von Marina Paunovic

VÖ: 24. Juni 2017

|Ich will mit jedem einzelnen Menschen auf dieser Erde verbunden sein und ihm sagen, wie sehr ich ihn liebe. Ich will tanzen, bis ich sterbe und danach zu pinkfarbener Asche verglühen.| Zitat

#ondrugs

Intensiv berührender & tiefgründiger Selbstfindungstrip


"Weck mich auf!" ist mein zweites Buch von Marina Paunovic. Ebenso wie "The Higher You Fly..." hat mich auch diese Geschichte beeindruckt zurückgelassen.

Glaubhafte, sehr schön gezeichnete Charaktere, ein flüssiger locker zu lesender Schreibstil der Autorin sowie eine Handlung, die ich als absolut authentisch, emotional ergreifend und dramatisch empfunden habe, konnten mich in ihrem gelungenen Zusammenspiel vollkommen überzeugen. Luzide Träume scheinen der einzige Ausbruch aus dem Leben der Medizinstudentin Mila zu sein, das stark von ihren streng christlichen Eltern geprägt ist. Im Handlungsverlauf begleiten wir sie auf ihrem rasanten Trip zu sich selbst. Die Charakterentwicklung ist interessant gestaltet, da sie selbst ihre Ängste zu überwinden versucht.

Lebendig schreibt Marina über die existenziellen Erfahrungen, die die junge Mila mit Freundschaften, Alkohol und Drogen erlebt. Zu gern wollte ich hin und wieder in die Story schlüpfen und mich mit Mila freuen, dann wieder weinen, ihr Mut zusprechen und einfach in allen Situationen für sie da sein.

Dieses Buch hat mir viele besondere Lesemomente geschenkt und es war mir ein großes Vergnügen, Mila und ihre Lebensgeschichte eine kurze Weile zu begleiten.

Ich möchte mich gern den Worten einer anderen Rezensentin anschließen und an die Leserschaft appellieren:

Bitte unterstützt auch Selfpublisher AutorInnen! Es gibt keine Kausalität zwischen der Qualität eines Buches und der Größe des Verlages, denn so viele selfpublished Werke sind besser als so manche Buch-Hypes!

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KᒪᗩᑭᑭEᑎTE᙭T:

//Wenn dir deine Träume manchmal realer vorkommen, als die Realität selbst, dann machen Albträume deine Nacht zu einem Horrortrip. Für die neunzehnjährige Mila sollte dies eigentlich kein Problem sein, denn als Klarträumerin kann sie steuern, was sie in ihren Träumen erlebt. So entflieht sie ihrem tristen Alltag und streng christlichen Eltern. Nur über diesen einen wiederkehrenden Albtraum hat sie keine Kontrolle. Als Mila dann die falschen Leute kennenlernt und anfängt zu trinken und Drogen zu nehmen, beginnen sich Realität und Traumwelt langsam zu vermischen.//