• Olivia Grove

Rezension: "What If" von Melina Coniglio



《《 R E Z E N S 1 O N 》》 "What If" von Melina Coniglio |Was wäre, wenn wir uns niemals getroffen hätten?| Zitat ▪ Liebe & Verzweiflung im New Adult Dystopie-Gewand Mit ihrem literarischen Feingefühl und einer Portion Humor schreibt die Autorin Melina Coniglio über Liebe, Freundschaft und Konflikte - und zeichnet so ihren dystopischen Roman „What if“, der sowohl ein Gefühl von sehnsüchtiger Hoffnungslosigkeit als auch energischer Aufbruchsstimmung kreiert. Sie erzählt die Geschichte um das moralisch verwerfliche System der Kartei, das mit der Hoffnung der jungen Menschen spielt, die auf die Liebe des einen auserwählten Seelenpartners orientiert sind. Diesen finden sie nur dank des in den Körper integrierten Soulchips (KI), der mit nur einer Berührung den jeweiligen Seelenpartner enttarnt. Geschieht das nicht bis zum 21. Lebensjahr, hat das grausame Folgen. Der Look des Covers ist absolut eyecatching gestaltet! Ich liebe es! Und die Story! Was für ein wunder-wunder-wunderschönes Herzbuch! Allein die Idee dieser Geschichte ist umwerfend spannend und genial! Der Verlauf der Handlung ist so interessant geschrieben, dass man Seite um Seite der Auflösung entgegenfiebert. Die Atmosphäre ist greifbar dargestellt und ich hatte die Welt die ganze Zeit vor Augen. Melinas Protagonisten sind treffend wiedergegeben, die einzelnen Persönlichkeiten schön differenziert herausgearbeitet, Beim Lesen hatte ich permanent das Bedürfnis, all die besonders gezeichneten Charaktere immer näher kennenzulernen, sie wirklich kennenlernen zu wollen, so verbunden habe ich mich gefühlt. Auch die Freundschaften zueinander habe ich gut gespürt. Der Schreibstil von Melina ist so lebendig und mitreißend, dass man als Leser sofort in ihre Geschichte hineingezogen wird. Sie hat eine wundervoll besondere Story erschaffen, die - trotz fiktionaler Zukunft - mitten aus dem Leben gegriffen sein könnte und mir direkt ans Herz geht. Es ist schon seltsam, wie man ganz "zufällig" auf eine Autorin trifft, die einen Roman herausgebracht hat, der genau jene Liebesgeschichte widerspiegelt, die einem aus dem eigenen Leben doch so bekannt vorkommt. Volltreffer! Einzig und allein haben mir auf emotionaler Ebene die richtig tiefen Gefühle der thematisierten Seelenpartnerschaft gefehlt. Einmal bitte überirdische, transzendentale Liebe mit einem Spritzer romantischer Melancholie zum Mitnehmen, bitte. Danke. Von mir gibt es für diese einzigartige Story - die aus dem Mainstream heraussticht - eine absolute Leseempfehlung für alle, die dystopische Science-Fiction-Elemente im New Adult Gewand lieben. Also, was wäre, wenn wir uns niemals getroffen hätten? ▪

KᒪᗩᑭᑭEᑎTE᙭T:

//"Aber Happy-Ends sind nur Geschichten, die noch nicht beendet sind, richtig?" Pangea, 2121: Der Alltag der Menschheit wird von den Soulchips bestimmt. Diese sorgen dafür, dass jedes Individuum sein genetisch perfekt passendes Gegenstück trifft. Virginie Duchannes ist dabei nur eine unter Millionen, die ihren Seelenpartner bereits getroffen hat. Seit zwei Jahren lebt die 20-Jährige mit ihrem Freund Ilay in einer glücklichen Beziehung und kann sich ein Leben ohne ihn längst nicht mehr vorstellen. Als sie dann jedoch zufällig dem unscheinbaren Joah begegnet, dem Jungen mit den vielen Wunden, wird plötzlich ihr komplettes Leben auf den Kopf gestellt und ein schicksalhaftes Spiel um Leben und Tod beginnt.//