• Olivia Grove

Rezension: "Wir sind für die Ewigkeit - Hoffnung" von Astrid Töpfner



《《 R E Z E N S 1 O N 》》 "Wir sind für die Ewigkeit - Hoffnung" von Astrid Töpfner Der erste Teil der Spanien-Saga. "1939 - Barcelona: Die junge Mercedes wird auf der Flucht vor dem Spanischen Bürgerkrieg von ihrer Familie getrennt und landet in einem Internierungslager in Frankreich. Dort lernt sie den charismatischen Agustí kennen. - Eine Liebe, die nicht sein kann. Eine Liebe, die nicht sein darf." |Auf einmal fand sie sich in einem Wald wieder, die Sonnenstrahlen filterten durch das Blätterdach und fächerten sich vor ihnen auf wie eine goldene, durchscheinende Wand, Grenze zwischen Traumwelt und Feenreich. Sie sprang vor und zurück, hin und her zwischen den zwei Welten.| Zitat

Ergreifend atmosphärischer Roman

Für mich war dieses Leseerlebnis etwas völlig Frisches, Unerwartetes. So wunderschön, tiefgründig und berührend geschrieben, wie ich es noch nie zuvor gelesen habe. Der Blick in die Vergangenheit, den die Autorin darstellt, ist dramatisch bewegend, aber auch emotional und romantisch. Dank der bildhaften Sprache und des fesselnden Erzählstils, fiel es mir unglaublich leicht, in diese historische Thematik einzutauchen. Sehr schnell berührten mich die Geschehnisse und zogen mich in ihren Bann, sodass ich sofort in eine andere Welt - gefühlt sogar in eine andere Zeitepoche - entführt wurde. Nicht zuletzt auch wegen der packend authentischen Protagonisten. Man fühlt sich beim Lesen exakt wie Mercedes, man leidet bei jedem Schritt, den sie tut, mit ihr. Die Autorin hat mit einem Fingerschnipp Orte, Situationen und Emotionen in einer einzigartigen Geschichte zum Leben erweckt.


Trotz der unglaublich bedrückenden Situation und Zeit, in der sich Mercedes befindet, schafft es Astrid Töpfner mit Leichtigkeit, ein Meisterwerk an Gesamtbild zu zeichnen, das so locker und metaphernreich daher kommt, dass es dem Leser glatt die Sprache verschlägt. Auf jeder Seite, in jeder Szene. Die bedrohliche Atmosphäre zum einen und die zarte Liebelei zum anderen ist in wortgewaltige Sprachbilder eingewoben, die meine Seele lieblich umspielen.

Für mich ein äußerst bemerkenswertes historisches Romandebüt voller Ideenreichtum für unbeschwerten und dennoch tiefgründigen Literaturgenuss.